Besuch aus Tansania

Nanu, die Ortsnamen auf der linken Seite kennen wir doch? Aber was sind das für welche auf der rechten Seite?

 

 

 

 

Eine neunköpfige Reisegruppe aus Tansania erkundet Dithmarschen

 Die Heimat der jungen Männer ist der Ort Ngwelo, gelegen in den Usambara-Bergen im Norden Tansanias. Seit knapp 15 Jahren pflegt die Kirchengemeinde des afrikanischen Dorfes eine Partnerschaft mit mehreren Gemeinden im Norden Dithmarschen: dazu zählen Lunden, Hemme, St. Annen und Schlichting.

Auf Einladung dieser vier Kirchengemeinden sind die neun jungen Männer seit dem 4. Juli zu Gast in Dithmarschen. Sie schlafen zwar in der Jugendherberge in Heide, doch halten sich die meiste Zeit in Lunden auf. Im Gemeindehaus an der Claus-Harms-Straße essen und beten sie mit ihren deutschen Freunden und spielen zusammen Posaune.

Sechs der neun Afrikaner gehören einem Posaunenchor an, den eine Dithmarscherin vor zwei Jahren in Ngwelo gegründet hat: Andrea Bröcker. Sie verbrachte zwischen 2014 und 2015 sechs Monate in dem kleinen Ort in Tansania und ist für die Gäste, die momentan in Dithmarschen sind, so etwas wie eine Betreuerin und Ansprechpartnerin in einer Person.

„Wir haben schon vieles gemeinsam unternommen in den vergangenen Tagen. Wir waren in Brunsbüttel, auf Helgoland und im Heider Schwimmbad. So etwas kannten die jungen Menschen gar nicht. In ihrem Dorf gibt es erst seit Kurzem Strom und fließendes Wasser“, sagt Bröcker. Zu Gast waren sie auch bei uns im Weltladen, sowie beim Sommerfest für die Mitarbeiterinnen des Ladens.

Dort haben sie auch ein kleines Konzert gegeben.

Kleines Ständchen (Video)

Höhepunkt des Besuches soll  ein Auftritt des afrikanischen Posaunenchores im Rahmen des Kirchenkreisfestes in Büsum sein. „Dafür proben wir schon fleißig, wobei ich sagen muss, dass sie auch so schon sehr gut spielen können und sich seit meinem Besuch in Afrika vor zwei Jahren stark verbessert haben“, so Bröcker.

Eine Frau, die sich ebenfalls sehr um den Besuch aus Afrika bemüht, ist Lotte Boigs. Sie ist die Mitbegründerin der Tansania-Partnerschaft und war bereits viermal vor Ort, zum letzten Mal 2015. Die aus Neumünster stammende Boigs lebt schon seit vielen Jahren in Heide und engagiert sich genauso lange in der St.-Jürgen-Gemeinde. Durch den Kontakt nach Tansania übernimmt sie auch viele ehrenamtliche Tätigkeiten in der Lundener Kirchengemeinde. „Mir macht das einfach Spaß und wir können soviel von unseren Gästen lernen“, sagt die 79-Jährige. Als ein Beispiel nennt sie die Eigenschaften Gelassenheit, Herzlichkeit und Frömmigkeit. „Die Gottesdienste in Ngwelo sind immer sehr gut besucht. Manchmal dauern sie auch zwei Stunden und trotzdem ist die Kirche immer voll. Das spornt mich an“, so Boigs.

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